Eine wirtschaftliche Schaleinsatzplanung endet nicht mit einer Stückliste.
Entscheidend ist, dass das geplante Material während des gesamten Bauablaufs in der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist. Genau das ist die Aufgabe einer funktionierenden Schalungslogistik.
Zu viel Material kostet Geld
Auf den ersten Blick erscheint eine großzügige Materialreserve auf der Baustelle komfortabel. Fehlt etwas, ist schließlich sofort Ersatz vorhanden. Doch zusätzliche Schalung bedeutet auch:
- höhere Miet- und Vorhaltekosten
- mehr Transporte
- mehr Lagerfläche
- zusätzlichen Manipulationsaufwand
- schlechtere Übersicht
- mehr Aufwand bei Rücklieferungen
- höhere Sanierungskosten
- höhere Kosten für Defektmaterial
- höhere Kosten für Fehlmaterial
Material, das wochenlang ungenutzt auf der Baustelle liegt, trägt nicht zum Baufortschritt bei – verursacht aber Kosten.
Zu wenig Material kostet ebenfalls Geld
Das andere Extrem ist genauso problematisch. Fehlen Schalungselemente, Verbindungsmittel oder Zubehör genau dann, wenn sie benötigt werden, können Arbeitsabläufe unterbrochen werden. Im ungünstigsten Fall verzögert sich ein kompletter Betoniertakt. Die optimale Materialmenge liegt deshalb zwischen diesen beiden Extremen: So wenig wie möglich – so viel wie notwendig.
Die Grundlage ist die Schaleinsatzplanung
Eine funktionierende Logistik beginnt bereits vor der ersten Lieferung. Aus Takt- und Schaleinsatzplanung lässt sich ableiten:
- Welches Material benötigen wir für den ersten Takt?
- Welche Elemente werden anschließend umgesetzt?
- Wann wird zusätzliches Material benötigt?
- Wann können Teile wieder zurückgegeben werden?
Dadurch wird aus einer großen Gesamtstückliste ein dynamischer Materialbedarf entlang des tatsächlichen Bauablaufs.
Material muss mit dem Bauwerk mitwandern
Mit jedem fertiggestellten Betonierabschnitt verändert sich der Materialbedarf. Schalung wird ausgeschalt, gereinigt und im nächsten Abschnitt wieder eingesetzt. Andere Komponenten werden nicht mehr benötigt und können zurückgegeben werden. Eine aktive Materialsteuerung verhindert, dass Mietmaterial unnötig lange auf der Baustelle verbleibt.
Besonders bei längeren Rohbauphasen kann dies einen erheblichen wirtschaftlichen Unterschied machen.
Logistik ist auch Baustellenorganisation
Materiallogistik bedeutet jedoch nicht nur Lieferung und Rückgabe. Auch die Wege innerhalb der Baustelle müssen betrachtet werden.
- Wo wird angeliefert?
- Wo kann Material zwischengelagert werden?
- Welche Bereiche erreicht der Kran?
- Wie wird ausgeschalte Schalung zum nächsten Einsatzort transportiert?
- Sind Verkehrs- und Arbeitswege frei?
Eine durchdachte Logistik reduziert unnötige Manipulationen und unterstützt einen gleichmäßigen Arbeitsablauf.
Planung laufend anpassen
Keine Baustelle läuft exakt nach Plan. Deshalb muss auch die Materiallogistik auf Änderungen reagieren können. Wenn sich Takte verschieben oder Bauabschnitte geändert werden, überprüfen wir, welche Auswirkungen dies auf Materialbedarf und Vorhaltung hat.
Damit bleibt die Schalungsplanung ein aktives Steuerungsinstrument während der Ausführung.
Unser Ansatz bei Wimmer Baumeister
Wir verbinden Taktplanung, Schaleinsatzplanung, Materialermittlung und Materiallogistik zu einem durchgängigen Prozess. Auf Wunsch begleiten wir den Materialeinsatz während der gesamten Ortbetonphase und unterstützen Bauleitung und Polier bei der laufenden Optimierung.
Unser Ziel:
Das richtige Material. Zur richtigen Zeit. Am richtigen Ort. In der richtigen Menge.
Denn wirtschaftlicher Ortbetonbau benötigt nicht möglichst viel Material – sondern eine gute Planung.
Sie möchten Materialmengen und Vorhaltekosten bei Ihrem nächsten Ortbetonprojekt optimieren?
Sprechen wir bereits in der Arbeitsvorbereitung darüber.