Wirtschaftlicher Ortbetonbau: 5 Stellschrauben für mehr Produktivität im Rohbau

Ortbetonbau – Luftbild einer Rohbaubaustelle

Im Ortbetonbau entscheidet nicht ein einzelner Faktor über den wirtschaftlichen Erfolg eines Projektes.

Material, Personal, Schalungssystem, Bauablauf, Logistik und Taktleistung greifen unmittelbar ineinander. Wird nur ein Bereich isoliert betrachtet, entstehen schnell unnötige Kosten, zusätzliche Vorhaltungen oder Verzögerungen.

Deshalb betrachten wir bei Wimmer Baumeister den Ortbetonbau als durchgängigen Prozess – von der Kalkulation bis zur Nachkalkulation.

Unser Ziel ist klar:

Weniger unnötiger Aufwand. Klare Abläufe. Höhere Produktivität. Wirtschaftlicher Ortbetonbau.

1. Taktplanung: Der Bauablauf gibt den Rhythmus vor

Eine gute Taktplanung schafft die Grundlage für einen gleichmäßigen Bauablauf.

Das Bauwerk wird in sinnvolle Betonier- und Schalungsabschnitte gegliedert. Gleichzeitig werden Mannschaftsstärke, Schalungsaufwand, Kranverfügbarkeit, Ausschalfristen und Bauzeit berücksichtigt. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell zu bauen. Entscheidend ist der wirtschaftlich optimale Takt.

Ein zu kurzer Takt kann zusätzliche Schalungsmengen und mehr Personal erforderlich machen. Ein zu langer Takt kann wiederum Bauzeit und Vorhaltekosten erhöhen.

Die richtige Balance entscheidet.

Mehr dazu im Fachbeitrag: „Taktplanung im Ortbetonbau – der richtige Takt bestimmt die Wirtschaftlichkeit“

2. Schaleinsatzplanung: Material gezielt einsetzen

Ist der Bauablauf festgelegt, stellt sich die nächste Frage:

Welche Schalung wird wann und wo benötigt?

Die Schaleinsatzplanung legt fest, wie das Schalungsmaterial von einem Betonierabschnitt zum nächsten weitergetaktet wird. Ziel ist es, den Materialeinsatz so zu planen, dass ausreichend Schalung verfügbar ist, ohne unnötig hohe Vorhaltemengen auf der Baustelle zu erzeugen. Denn sowohl zu viel als auch zu wenig Material verursacht Kosten.

Eine durchdachte Schaleinsatzplanung verbindet daher:

Bauablauf → Betoniertakt → Schalungssystem → Materialbedarf → Umsetzung → nächster Takt

Mehr dazu im Fachbeitrag: „Schaleinsatzplanung – wirtschaftlicher Ortbetonbau beginnt vor dem ersten Betoniertakt“

3. Schalungsausschreibung: Nicht nur Preise vergleichen

Bei der Auswahl eines Schalungslieferanten wird häufig stark auf Mietpreise und Rabatte geachtet. Doch der günstigste Einzelpreis führt nicht automatisch zur wirtschaftlichsten Gesamtlösung. Unterschiedliche Systeme können erhebliche Auswirkungen auf Arbeitszeit, Montageaufwand, Kranbedarf, Vorhaltedauer und Taktleistung haben. Deshalb sollte eine Schalungsausschreibung immer auf vergleichbaren technischen Grundlagen basieren.

Wir betrachten unter anderem:

  • Schalungsflächen
  • Taktfolge
  • Vorhaltemengen
  • Systemwahl
  • Sonderlösungen
  • Mietdauer
  • Logistik
  • Montageaufwand
  • Arbeitszeit
  • Serviceleistungen

Entscheidend sind nicht nur die Materialkosten.

Entscheidend sind die Gesamtkosten des Schalungsprozesses.

Mehr dazu im Fachbeitrag: „Schalungsausschreibung – warum der günstigste Mietpreis nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung ist“

4. Materiallogistik: Das richtige Material zur richtigen Zeit

Eine gute Planung verliert ihren Wert, wenn das Material auf der Baustelle nicht zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist. Deshalb gehört die Schalungslogistik unmittelbar zur Arbeitsvorbereitung. Lieferungen, Umsetzungen, Zwischenlagerungen und Rückgaben müssen mit dem Bauablauf abgestimmt werden. Ziel ist es, dass sich das Material mit dem Bauwerk weiterbewegt. Material, das nicht mehr benötigt wird, sollte nicht unnötig auf der Baustelle verbleiben. Gleichzeitig müssen alle erforderlichen Komponenten rechtzeitig für den nächsten Takt verfügbar sein.

Eine funktionierende Schalungslogistik reduziert:

Vorhaltekosten · Transporte · Manipulationen · Lagerflächen · Stillstände

und schafft gleichzeitig mehr Übersicht auf der Baustelle.

Mehr dazu im Fachbeitrag: „Schalungslogistik – das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort“

5. Nachkalkulation: Aus jedem Projekt lernen

Die wirtschaftliche Betrachtung eines Projektes endet nicht mit dem letzten Betoniertakt. Erst die Nachkalkulation zeigt, ob die Annahmen aus Kalkulation und Arbeitsvorbereitung tatsächlich erreicht wurden.

Dabei vergleichen wir beispielsweise:

  • kalkulierte und tatsächliche Arbeitsstunden
  • geplante und erreichte Taktleistungen
  • Schalungsmengen
  • Vorhaltedauer
  • Mietkosten
  • Transporte
  • zusätzliche Lieferungen
  • Sonderlösungen
  • Abweichungen im Bauablauf

Besonders wichtig ist dabei nicht nur die Abweichung selbst.

Entscheidend ist die Frage:

Warum ist sie entstanden?

Diese Erkenntnisse schaffen belastbare Kennzahlen für zukünftige Projekte und verbessern Schritt für Schritt Kalkulation, Arbeitsvorbereitung und Vergabe.

Mehr dazu im Fachbeitrag: „Nachkalkulation im Schalungsbau – das abgeschlossene Projekt verbessert die nächste Kalkulation“

Die fünf Bereiche greifen ineinander

Die größte Wirkung entsteht nicht dadurch, einen einzelnen Bereich zu optimieren.

Erst das Zusammenspiel schafft einen wirtschaftlichen Gesamtprozess.

  • Kalkulation
  • Taktplanung
  • Schalungskonzept
  • Ausschreibung & Vergabe
  • Schaleinsatzplanung
  • Materiallogistik
  • Baustellenbegleitung
  • Nachkalkulation

Genau hier liegt unser Ansatz.

Wir begleiten Bauunternehmen nicht nur bei einzelnen Planungsschritten, sondern betrachten den gesamten Ortbeton- und Schalungsprozess.

Herstellerunabhängige Beratung als Vorteil

Jeder Schalungshersteller verfügt über leistungsfähige Systeme und umfangreiches Fachwissen. Welche Lösung für ein konkretes Bauvorhaben wirtschaftlich am besten geeignet ist, hängt jedoch immer vom Projekt ab. Bauteilgeometrie, Wiederholungsgrad, Mannschaft, Bauzeit, vorhandenes Eigenmaterial, Kranverfügbarkeit und Baustellenlogistik beeinflussen die Systementscheidung. Deshalb beraten wir herstellerunabhängig aus Sicht des Bauunternehmens.

Nicht das System steht im Mittelpunkt.

Das Bauprojekt steht im Mittelpunkt.

Unser Leistungspaket für Bauunternehmen

Wimmer Baumeister unterstützt Sie unter anderem bei:

  • Kalkulation und Arbeitsvorbereitung
  • Entwicklung von Schalungskonzepten
  • Taktplanung
  • Auswahl geeigneter Systemschalungen
  • Ausschreibung und Angebotsvergleich
  • Schaleinsatzplanung
  • Materialermittlung
  • Schalungslogistik
  • Sonderlösungen
  • Ablaufoptimierungen
  • Begleitung während der Ausführung
  • Nachkalkulation

Damit entsteht ein durchgängiger Prozess von der ersten Kalkulationsannahme bis zur Auswertung des abgeschlossenen Projektes.

Wirtschaftlichkeit beginnt vor Baustart

Viele Kosten, die später auf der Baustelle entstehen, werden bereits in der Arbeitsvorbereitung beeinflusst.

Deshalb lohnt es sich, frühzeitig über Bauablauf, Schalungssystem, Takte und Materialeinsatz nachzudenken.

Schalungskosten entstehen auf der Baustelle – beeinflusst werden sie bereits in der Planung.

Sie planen ein Ortbetonprojekt und möchten Bauablauf, Schalungseinsatz und Materialbedarf wirtschaftlich optimieren?

Sprechen wir darüber – idealerweise bereits während der Kalkulations- oder Arbeitsvorbereitungsphase.

→ Ortbetonprojekt besprechen

→ Unterstützung für die Arbeitsvorbereitung anfragen

Andere Beiträge
Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen!